... ohne Geld

und Zelt

durch die Welt

 

 

Über mich:

     Seit einigen Jahren tippel ich nun schon durch die Botanik, ebenso durchs Leben - frei und verwegen - wo mich das Schicksal auch diesmal absetzen mag.. Wo ich aufkreuze, entkrampfen sich die geplagten Gesichter, zieht sich das Volk  die Spendierhosen über, verköstigt mich

ausgiebig mit vorrätig regionalen Spezialitäten, kramt "Lieder zum Mitsingen" heraus und bedankt sich schließlich, mich kennengelernt zu haben..

Einführung in die Tippologie:

    Schnellverweise

 

 

 

 

 

Lumpenlied


Ich bin ein armer Be-Bi-Ba-
Bo-Bettelmusikant,
doch kreuzfidel stets pe-pi-pa-
po-pump ich mich durchs Land;
zu spielen gibt’s allüberall,
bar Geld nur leider keins,
und dennoch bleib ich, was ich bin
und pfi-pfa-pfeif mir eins!

 

 


Ob hier, ob dort, was verfa-fe-
was verfo-fu-versicht’s?!
ein Künstler kam sein La-Li-Le-
Lo-Lebtag noch zu nichts!
und da dies mal jedweder Kunst
betrübter Erdenlauf,
so plag dich nicht umsi-sa-sunst
und pfi-pfa-pfeif darauf!

 

 


Auch ich hab einst von Ra-Re-Ri-
von Ri-Ro-Ruhm geträumt
und hab damit mich ma-me-mi-
mu-mächtiglich geleimt!
Drum nahm ich einen Nagel und –
und hing den Kram dran auf
und wurde Vi-Va-Vagabund
und pfi-pfa-pfoff darauf!

 

 


Ein Bettelmusike-ki-ko-
ku-kant ist auch nicht schlecht,
und wer einmal ein Le-Li-Lo-
La-Lump ist, sei’s auch recht!
Zum Mi-Ma-Millio-nö-nü-när
bringt doch von uns es keins,
drum bleib ich, was ich bi-ba-bin
und pfi-pfa-pfeif mir eins!

 

 

 

 

Cäsar O. H. Flaischlen

 

___________________Sommer 2008_____________________

 

 

Servus Kumpel!

 

Der Sommer neigt sich wieder seinem Ende, gelbe Blätter fallen im Wind und der Herbst legt sein graues Band über die müde Welt. Beinahe hätte ich dieses ganze Szenario verpaßt. Zumindest erreichte ich etwas verspätet die Tore dieses alljährlich bunten Treibens. In der Heimat tanzte längst das erste herabfallende Schmuckwerk der sich entblößenden Bäume in den heiteren Farben grün-gelb-rot durch trist wirkende Kneipengassen, das Volk trug wieder Pudelmützen zur Schau und einige Hälse husteten sich schon die Kehlen wund..


Und wie ich so „um die Ecke“ aus dem südlichen Teil des Okzidenten wiederkam, hieß die Jahreszeit schon Herbst und ich mußte mich sputen, der Mode gerecht zu werden um nicht allzu sonderlich in meiner Sommerkluft und dem Sand des Pazifikstrandes zwischen den Fußzehen aufzufallen.

 

Nun hat mich also dieses Good Old Germany wieder.. Ach, wie schön ist es auch mal wieder in der Heimat zu sein, die kräftigen Farben deutscher Wälder zu sehen; ein wahrer Kontrast zu dem laschen spanischen Pinien- und Palmengrün, grauem Thymiangewächs und den dunkel-Khaki-farbenen Olivenbäumen. Der besondere Reiz aber an einer Wiederkehr ruht in den vertrauten Worten seiner Angehöhrigen. „Servus Kumpel!“ - Das klingt wie Gold in den Ohren, nachdem man sich knapp einen Monat lang nur mit Gestik, Mimik und mageren Wortfetzen verständigen konnte. Selbst wenn sich zwei blasse Bewohner Mitteleuropas über alltägliche Belanglosigkeiten streiten, ist es doch wieder ein Genuß, darüber lächeln zu können - darüber zu lächeln, weil man sie versteht..

 

Und doch schade, daß dieser Sommer vorbei ist, - der Sand in den Haaren an einer stürmisch nebligen Ostseeküste, das Rauschen der Freiheit deutscher Wälder, das Pfeifen der Gitarrensaiten im Marsch über die Landstraße, die Geselligkeit eines fremden Volkes, die Unendlichkeit des Pazifik.. alles hat sich eingereiht im Zuge der Vergänglichkeit, in den Bildern der Erinnerung, die ich dieses Jahr real nicht noch einmal zu sehen bekomme. Der Herbst wird mich wieder der schlafenden Natur angepaßt dazu verführen, die Gedanken an den zurückliegenden Sommer zu nutzen, um auf die nächste Tour, auf eine neue Heimkehr von irgendwoher hinzudenken, mich zu freuen auf das kommende „Servus Kumpel!“.

 

Mit besten Grüßen, Moritz (Rasmus) ..

 

 

 

 

 

 

         

Euzkadi Ta Azkatasuna / Irail 2008

 

     Jena im Spätsommer 2008; bald war es mit der Sommerzeit vorbei. Ich wollte sie noch einmal erleben, hatte für dieses Jahr noch nicht genug. Und so dachte ich mir, ich fahre weit in den Süden - spanische Mittelmeerküste, Palmenstrand, Touristen-attraktionen.

 

     Ein Freund empfahl Lekeitio, in Nord-spanien/Atlantik. Dort wäre in der ersten Septemberwoche noch eine Fiesta, die man erleben muß. Dann los, eben dorthin!

 

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Thüringer Allgemeine vom 16.08.2008

 

     Wo man sich als fahrender Vagant herumtreibt, ist es auch für die Presse ein gefundenes Fressen, welches gern dokumentiert wird.

 

     Meine Sommertour, die für eine Woche im Tippelschritt über die Landstraßen, Dörfer und Garten-anlagen Thüringens von einem mir alt vertrauten Kunden begleitet wurde, fand derarten Anklang, dass sie auch in einer lokalen Ausgabe der Thüringer Allgemeine vom 16.08.2008 erwähnt wurde.

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"Saufen und sonstwas" - Propagandatour 2008

 

     Meine diesjährige 'Propagandatour' durch die Republik wurde wiedermal von den eindrucksvollsten Etappen begleitet. Eine Fahrt von Thüringen über Sachsen-Anhalt, Mecklenburg/ Vorpommern, Niedersachsen und Hessen beinhaltete nicht nur die Schönheit der Länder, auch die Schönheit seiner weiblichen Ansässigen war Teil des Genusses, der mir dort zuteil wurde. Ein gern besuchtes Mädel bei Eisleben als auch die weibliche Begleitung einer aus Worms stammenden sozial engagiertenUrlaubstruppe trafen ganz meinen Geschmack.

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Amtsmühle Wendelstein / 07.06.2008

 

     Durch eine Tage zuvor organisierte Werbefahrt durch die umliegenden Dörfer Memmleben, Roßleben u.s.w. in meiner typischen Kluft, dem Wimmerschinken über der Schulter und stets einem groben Wort auf der Zunge, sowie Annoncen in verschiedenen regionalen Zeitungen, wurde dieser Liederabend nicht allein im Kreis der eigenen Zunft abgehalten und gesungen.

 

 

 

   

 

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