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Freiheit pur
Heraus aus der Stadt,
auf in die Natur.
Die Zwänge all satt,
Freiheit pur!
Werd’ fahren und fahren,
bleib nimmermehr steh’n
und muß mit den Jahren
ein Besseres seh’n:
Freiheit pur!
Der Zeitgeist sich bläht,
bleib Herr ich und stur!
Mein Wille der steht-
Freiheit pur!
Werd’ wandern und wandern,
kein Rädchen steht still.
Verkümmern die Andern,
mir leuchtet ein Ziel:
Freiheit pur!
Die Zeit gänzlich schweigt,
bleibt Zustand so nur
dem Ende geneigt:
Freiheit pur!
Werd’ singen und singen
und mit mir erwacht
der Welt fernes Klingen-
dem Ziele gedacht:
Freiheit pur!

Folgen
Wohin
mich die Minne auch trägt,
ich reiße einen Stern.
Ein alter Sack
am Ausverkauf der Bäuche
hat es so mal
alphabetisiert.
Wohin ich falle,
in stink-tiv/tief
zu Füßen
der Empfindsamkeit,
der Ferse des Achilles - Gerüche:
Erst
Arom der Passion,
dann
ein Ruch der Liaison,
nun
end-lich VORBEI!? - Gerüchte:
Flunkerndes Sputum,
zitternder, flimmernder Rotz
am Kinnbart
des Vergessens
-
wie ein Straß,-
apokryph
und doch schillernd
im Abglanz
einer Sonne...
An einem Sonntag
Das treib/ende Stimmvieh
trifft sich heut’
auf dem Null-Markt
der größten Ideen
um siegreich und frei
ein Kreuz für das Volk
auf losem Blatt Filz
zu bezeugen.
‚Prinzipientreue’,
‚Mut zur Tat’
und ‚Vorwärts,
auf ein Neues!’
spiegelt sich kalt
in dem globigen Einaug’
vernagelter „Schafe“ wieder.
Längst erLOSchen,
die Phosphor-“Glut“,
stereotyp gebläht.
Wen wundert’s? -
Als er sprach,
der seelige Rhetor,
tönte herab(!)
von der Kanzel
‚nur so’
parodierte
erhoffte
Kritik-losigkeit...
Kein krummer Groschen
für dieses Babbel!
..kein Henker vor Ort
der sauber und schnell
das Füllwort
strichglatt stranguliert!?
Nur schließlich
"befreit"
gröhlte der Mob
in versoffener Laune
der Fröhlichkeit zu.
...
Dürftig an Sinn,
wie ein Stein in Gedanken:
„Wieweit mich
der Tritt auch versetzt...!“,
wird man
von Ein-Fall zu Ein-Fall gestoßen
dem Speichel
einen Schleck schon voraus.
Spielbälle des
Regenten sind’s:
-Primaten,
-Janhagel,
-Sakramenter,
-Volk!
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Wir beide
Sternklarer Himmel am Ufer der Saale,
Holzsteg wiegt junger Septemberwind,
Kerzenlicht sengt in die Diagonale
Dieser Collage uns ein Reprint
der Wünsche.
Wispernde Wogen die Worte versüßen,
spiegelnd die Nacht stolz das Flussbett ziert,
gleichsam im Glanze das Himmelszelt grüßend,
bannt dieses Bild nun poetisiert
uns beide.
Mag ein Ergreifen des Leuchtens der Sterne
gänzlich unmöglich für uns zwar sein,-
flirrender Lichtschweif aus sehnender Ferne
Stellt unsre Hoffnungen in den Schein
der Wünsche.
Fernweh durchwirkt heiser stöhnende Seelen,
fiebernder Reiz berauscht das Gespür,
treibt uns voran, den Gewissensbefehlen
trauend zu folgen, greifbar nun für
uns beide.
Würden wir zwei dann, -egal-, wann auch immer,
treiben im Strom heißblütiger Welt,
mündend im Weiher der goldenen Flimmer,
glühend gleich fort im lodernden Feld
der Wünsche,
weit weg von hier, wo das Licht junger Tage
neu sich erschließt tief am Firmament,
könnten wir sein: happy end einer Sage,
ruhender Pol, beschworner Moment,
wir beide..
Engeltanz
Das Eis war gebrochen,
und aus ihm stieg
ein tanzender Engel
in prunkendem Glanze
strahlend und schillernd
empor.
Von Raum zu Raum
schmolz er dahin,-
Erlebnis-Galerie,
einem weißen Falter gleich
im Feuer-
blumen-
feld,
zehrt sich
am Nektar,
von Kelch zu Kelch.
- Das närrisch entzückte,
rhythmische Herz
im fließenden Reigen
verliebt zu machen:
Liebesglut im Engeltanz,
Taumel, Tanz der Sinne,
torkelt benommen
zu neuem Kelch,
...
der sich
hinter ihm
beschirmend schließt.
Nektar,
der Gefühle spendet,-
Nektar,
Tanz der Lippen!
Nektar,
der die Sehnsucht lockt,-
Nektar,
Tanz der Sinne!
Nektar,
der den Engeltanz
zum immer wieder alten Lied
flammend rot
umglüht,
Liebe!,
Rhythmus!,
Herz!,
das schmelzen läßt /
Nektar,
der verfließt /
Tanz,
der nun verstummt!
.........
......
...
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